Begriff: Eisbergmodell

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Eisbergmodell

Das Eisbergmodell aus dem Bereich der Kommunikation, das in seinen Ursprüngen auf Sigmund Freud zurückreicht (Schulz von Thun 2011) verdeutlicht die Einstiegssituation. Im Eisbergmodell wird unterschieden zwischen der Sachebene und der Beziehungsebene. Während die Sachebene über dem Wasser zu sehen ist (die Spitze des Eisbergs, bis zu 20%), liegt die Beziehungsebene unter der Wasseroberfläche verborgen (ca. 80%) und wird deshalb nicht so sehr beachtet. Sie ist aber sehr wichtig für eine gute Kommunikation sowie für ein optimales Lernen und spielt besonders in Einstiegssituationen eine entscheidende Rolle. Die Aspekte der Sachebene umfassen die Themen, Inhalte, Ziele, Theorien, Aufgaben, Zeitplanung, Arbeitsanliegen usw. und können im Vorfeld über das Vorlesungsverzeichnis etc. kommuniziert werden (deshalb kommen die Studierenden genau in diese Lehrveranstaltung). Die Aspekte der Beziehungsebene, d.h. die Rahmenbedingungen, die Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Lehrenden und Lernenden, Angst und Unsicherheit im Umgang untereinander, Orientierung und Struktur im Lernen, in der Lehrveranstaltung, Einordnung in das ganze Studium usw., werden kaum angesprochen. Aber erst wenn diese Aspekte geklärt sind, kann sinnvolles Lernen stattfinden.