Begriff: Vernetzung

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Vernetzung

Lernen geschieht durch Vernetzung im Gehirn. Das Gehirn nimmt Reize (kodierte elektro-chemische Signale im zentralen Nervensystem, dessen wichtigste Schaltstelle das Gehirn ist) von den Rezeptoren (z.B. den Sinnesorganen) auf, bearbeitet die Signale nach bestimmten Mustern und sendet, falls erforderlich, entsprechende Reaktionsreize an die Effektoren (Muskeln, Drüsen, Organe...). Die wesentliche Informationsverarbeitung erfolgt in der Hirnrinde (Neokortex), wo wichtige zusammengehörende Fähigkeiten zusammenhängend gespeichert sind. Die elementaren Verarbeitungseinheiten sind die Neuronen, die bei der Geburt bereits vollständig vorhanden (1010 Neuronen), jedoch noch nicht vernetzt sind (Spitzer 2003). Die Vernetzung erfolgt erst mit dem Lernen. Es entstehen Verbindungsmuster zwischen den Neuronen (10.000 bis 100.000 Verbindungen zu benachbarten Neuronen, so genannte Dendriten), die dort gespeichert werden. Jedes Training (Wiederholung) festigt. Ohne Training zerfallen diese Verbindungsmuster; der Mensch vergisst, was er gelernt hat.