Begriff: Performanzprüfung

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Performanzprüfung

Ziel der kompetenzorientierten Prüfung ist der Erwerb von Handlungskompetenz, dass heißt Fachkompetenz plus Sozial-, Methoden- und Persönlichkeitskompetenz (so genannte Schlüsselkompetenzen, s. Brinker & Müller 2003, S. 6). Kompetenz unterscheidet sich von Performanz dadurch, dass Performanz das aktuelle und beobachtbare Handeln beschreibt. Die Prüfung einer Kompetenz umfasst mehr als nur das Produkt (Aufgabenlösung, Ergebnis eines Projekts, usw.), hier fließt zusätzlich die Bewertung des Prozesses der Entstehung und die anschließende Präsentation mit ein (je Kompetenz und Ziel unterschiedlich), zum Beispiel:
• Prozess: Gruppenarbeitsprozess, Lern- und Arbeitsverhalten einzelner Studierender, u.a.
• Produkt: Lernplakat; verschiedene Formen schriftlicher Texte: verschiedene Referate, ausführliche Dokumentationen bestimmter Themen, u.a.
• Präsentation: Szenische Interpretation, Einzelvortrag, Gruppenpräsentation, Rollenspiel, Planspiel, usw.
Für die Bewertungskriterien in kompetenzorientierten Prüfungen heißt das: Der Prüfungsauftrag muss präzise sein, um von der Performanz, der sichtbaren Seite des Handelns, auf die Kompetenz zu schließen (Beobachten und Befragen). Die Kompetenzmessung erfolgt durch strukturierte Beobachtung (über Punkte und Niveaustufen zu Noten – Performanzstandards).