Begriff: Mentoring

Reiter

Mentoring

Beim Mentoring begleiten Berufserfahrene als Mentorinnen und Mentoren ihre jüngeren Kollegen für eine gewisse Zeit, wenn diese beispielsweise neu in Führungspositionen gelangt sind. Hierbei geht es vor allem um das Erfahrungswissen, das in offiziellen Veranstaltungen (vor allem aber auch informell) ausgetauscht wird und um die Vernetzung. Ein Mentor gibt somit auch Ratschläge und Hilfestellungen im Rahmen der gemeinsam vereinbarten Zusammenarbeit. Mentoringsysteme werden in Organisationen initiiert, um das Organisationswissen weiterzureichen und die Personen im Prozess ihrer Einarbeitung und Positionierung zu unterstützen (vgl. Schell-Kiehl 2007). Gerade an Hochschulen haben sich viele Mentoringprogramme z.B. für Frauen in der Wissenschaft bewährt. Sie kommen im Forschungsbereich häufig zum Einsatz. Die Kosten finanziert die Institution. In der Hochschule gibt es inzwischen viele Projekte (z.B. Hochschule Niederrhein, vgl. Deutscher Hochschulverband 2012), die Studierenden ein erfolgreiches Studium ermöglichen wollen und zum Ziel haben, die Studieneingangsphase zu unterstützen oder die Studienabbrecherzahlen zu verringern. Hierbei kommen dann entweder Studierende höherer Semester als Mentorinnen bzw. Mentoren zum Einsatz, was eine gewisse Nähe zu Tutorien aufweist und eher der Grundidee des Mentoring entspricht, oder die Lehrenden werden als Mentorinnen und Mentoren aktiv.