Begriff: Kompetenzen prüfen
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Kompetenzen prüfen
Bei kompetenzorientiertem Lehren und Prüfen geht es immer um die oberen Lernzielebenen der Taxonomien, um das Verknüpfen mit vorhandenem Wissen und Weiterentwickeln, nicht um das allzu oft beobachtbare Aneignen von Wissen kurz vor der Klausur und das anschließende Löschen (der Festplatte) direkt nach der Klausur („Prüfungsbulimie“). Eine Orientierung über Prüfungsformen und Lernzielebenen gibt die Übersicht, die ursprünglich von der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik der Universität Zürich 2006 entwickelt wurde. Die Lernzielebenen zeigen die Schwierigkeitsstufen auf, die rechte Spalte zeigt die Prüfungsformen auf, mit denen die Lernziele überprüft werden können: Lernzielebene Informationen wiedergeben (Wissen) mit Prüfungsform Klausur, Lernzielebene Informationen verarbeiten (Verstehen, Anwenden) mit Prüfungsform Aufgaben und Fallbeispiele und Informationen erzeugen, Probleme lösen mit Prüfungsform Aufsatz, Projekt und Performanzprüfung. Für die Prüfung von Kompetenzen reichen die herkömmlichen Prüfungsformen wie schriftliche oder mündliche Prüfung nicht aus. Für die Überprüfung von Kompetenzen ist zunächst eine genaue Zieldefinition darüber nötig, was die Studierenden am Ende der Lehrveranstaltung bzw. des Moduls können sollten und wie diese Kompetenzen beobachtbar und prüfbar sind. Direkt nach der Formulierung der Ziele und Learning outcomes muss die Planung der Lernerfolgs-Überprüfung folgen. Dazu ist das konstruktive Abgleichen (Constructive Alignment) wichtig und wird zunehmend gefordert