Begriff: Erwartungsabgleich

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Erwartungsabgleich

Die Erwartungen zu der Veranstaltung werden abgeglichen und zu einer gemeinsamen Lern- und Arbeitsvereinbarung verbunden. Der Lehrende kann sich auf Erwartungen einstellen und mit eigenen Erwartungen abgleichen. Eine gemeinsame Zielformulierung über das Was und wie ermöglicht effektives Lernen und Arbeiten. Schriftlich: Die Lernenden schreiben ihre Erwartungen und was sie bereit sind dafür zu tun auf Karteikarten, stellen diese vor und heften sie an ein Plakat oder an die Wand. Die Erwartungen werden dann gemeinsam besprochen und mit dem Lehrenden abgeglichen. So kommen neue hinzu oder fallen andere heraus, bzw. werden in Selbstlernphasen integriert. In Seminaren ist ein Erwartungsabgleich wichtig, weil eine höhere Aktivierung angestrebt wird. Ein Seminarleitfaden (Richter 2013) mit Fragen zu Vorerfahrungen und Zielen kann hier Grundlage des Prozesses sein. In Vorlesungen werden eher Erwartungen von Seiten der Lehrenden definiert. So werden etwa im Harvard-Code Regeln formuliert, um konstruktives Arbeiten zu gewährleisten. Der Erwartungsabgleich sollte keine Erwartungsabfrage im Sinne „das will ich hier“ werden, sondern ein gemeinsamer Aushandlungsprozess, wo allen klar wird, dass sie Teil des Lernprozesses sind und Verantwortung haben.